Blog über germanisches Heidentum


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Die Runeninschriften von Monte Sant'Angelo

Die Gemeinde Monte Sant'Angelo befindet sich im Süden Italiens im Gargano (Apulien), weitab von großen Städten und noch heute nur durch schmale, kurvige Straßen erschlossen, die sich kilometerweit durch den Wald Forsta Umbra winden. Dennoch ist sie ein interessanter Ort für Runeninteressierte - auch wenn das der christliche Name kaum vermuten lässt. Die gesamte Gemeinde ist nämlich dem Erzengel Michael geweiht.

Neben einem großen normannischen Burgkomplex, dessen Baubeginn in die erste Hälfte des 9. Jahrhunderts zurückreicht, zieht vor allem das Sanktuarium von San Michele viele Besucher und Pilger an. Es ist berühmt für seine Krypta, die in eine Grotte integriert wurde, und zählt seit 2011 zum Unesco Weltkulturerbe. Es wurde etwa um 490 errichtet und entstammt langobardischer Hand. Der Legende zufolge begann man mit dem Bau, als in diesem Jahr der Erzengel Michael in den Gargano herabstieg. Die Langobarden, die in dem Heiligen mit seinen kriegerischen Attributen ihren ehemaligen Gott Odin wiedererkannten, hegten von Anfang an besondere Sympathien für Michael und machten das Sanktuarium zu dem nationalen Sanktuarium der Langobarden.

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Runenkunde - Klaus Düwel

Kurzinfos

Autor: Klaus Düwel

 

Verlag: J. B. Metzler

 

Veröffentlichung: 2008


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Die Landnámabók

Bei der Landnámabók handelt es sich um ein umfassendes Werk, das zahllose isländische Siedler beim Namen nennt. Übersetzt heißt es "Das Buch der Landnahmen" und man geht davon aus, dass an ihrer Entstehung Ari Þorgilsson mitbeteiligt war, also jener Isländer, welcher auch die Íslendingabók verfasste. Die Landnámabók gilt allerdings als älter. Sie soll ungefähr um das Jahr 1100 entstanden sein und beruht bis dahin auf mündlichen Überlieferungen. Im 13. Jahrhundert wurde sie stark überarbeitet und um weitere Erzählungen ergänzt. Dies geschah wahrscheinlich aufgrund der Entstehung der Isländersagas, da diese sowohl aus der Landnámabók zitieren als auch umgekehrt.

In der Landnámabók werden 425 Landnehmer aufgelistet (davon 412 Männer und 13 Frauen), die in der Zeit zwischen 870 und 930 Island erreichten. Daneben werden weitere Vorfahren und Nachfahren angegeben (insgesamt etwa 3.000 Namen), der Ort, an dem sie an Land kamen, sowie einige Geschichten aus ihrem Leben. Vielfach werden Namen von Höfen, Siedlungen, Bergen, Flüssen o.Ä. mithilfe solcher Anekdoten erklärt (insgesamt etwa 1.400 Ortsnennungen).

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Über Eichenstamm

Eichenstamm ist eine von mir erstellte Wissenssammlung zum Themenbereich germanisches Heidentum. Es hat keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit und ermuntert seine Leser, gelesene Informationen selbst zu überprüfen und eigenständig weiterzuforschen, gleichwohl auf dieser Seite in keinem Fall willkürlich Falschinformationen verbreitet werden.

Durch Gespräche mit Neuheiden vor und während meines Studiums der Skandinavistik (worunter auch die Altnordistik fällt), wurde mir immer wieder vor Augen geführt, wie verwinkelt der Irrgarten ist, der zwischen Forschung und Esoterik zu diesem Themenbereich entstanden ist. Vor meinem Studium bin ich leider denselben Missverständnissen erlegen und konnte einige Irrtümer durch Gespräche und Kurse bei fähigen Dozenten bereinigen.

Aufgrund dieser Erlebnisse entstand der Wunsch, eine Webseite hochzuziehen, die grundlegende Tatsachen klärt, Irrtümer aus dem Weg räumt und es Interessierten am Heidentum somit erleichtert, schneller Esoterik von wissenschaftlich fundamentiertem Wissen zu unterscheiden.

 

Wichtig: Ich bin gläubige und praktizierende Heidin. Meine Einträge sind somit keinesfalls auf demselben wissenschaftlichen Niveau wie die Arbeiten renommierter Autoren, da mein subjektiver Standpunkt (absichtlich) zu nah an der Materie ist. Dennoch versuche ich in jedem Fall zwischen anerkanntem Wissen (quellenfundiert), Esoterik und eigener Interpretation streng zu unterscheiden.